Lese-Rechtschreib-Therapie
für Schülerinnen und Schüler
In dieser Lese-Rechtschreib-Therapie werden die neuen Methoden zum Erwerb
der Schriftsprache nach Dr. Jansen / U. Streit „IntraActPlus-Konzept“ und
Dr. Zvi Penner „Vom Sprachrhythmus zur Rechtschreibung“, verbunden mit dem
unterstützenden Training nach dem Warnke®-Vefahren, um in kurzer Zeit
orthographische Regeln zu vermitteln. Eine Verbesserung der Lernbereitschaft
und Lerneffektivität bewirken zudem bewährte NLP-Techniken. Somit sind
rasche und nachhaltige Erfolge gewährleistet.
Die Lesefähigkeiten werden zunächst in der
Phonem-Graphem-Kongruenz (Laut-Buchstabe-Kopplung) erarbeitet, bzw.
gefestigt und nachfolgend die Graphem-Synthese (das Zusammenziehen von
Buchstaben) mittels der Methode nach Jansen / Streit eingeübt, bis eine
Flexibilität des Lesens der kontrastierten Buchstaben über die Wort- bis hin
zur Textebene erreicht wird.
Diese Therapie effektiv unterstützen wird das apparative Training des
Warnke®-Verfahrens . Die zentralen Automatisierungsfähigkeiten auditiv und
visuell (die Hör- und Sehverarbeitung im Gehirn) werden im Prüfverfahren
getestet und anschließend individuell mit dem Brain Boy® und dem
Lateraltrainer verbessert. Dies beschleunigt die Therapierfolge deutlich und
fördert ihre Nachhaltigkeit (laden
Sie unseren Flyer dazu hier).
Mit Methoden des NLP-Lerncoachings können zudem
psychologische Lernblockaden erkannt und verändert werden. Dies wirkt sich
positiv auf den Lernerfolg aus.
„Vom Sprachrhythmus zur Rechtschreibung“
Zum Konzept
Viele Wörter schreiben wir intuitiv richtig, ohne ihre
Schreibung jemals auswendig gelernt zu haben. Wenn wir aber einem Kind, das
mit der Rechtschreibung Probleme hat, erklären sollen, warum man z.B. „Mehl“
mit „h“, aber „Kamel“ nur mit „e“ schreibt, stoßen wir schnell an unsere
Grenzen. Zumal es dem Kind wenig hilft, zu wissen, dass „Kamel“ ursprünglich
kein deutsches Wort war. Genauso schwierig scheint es, Schülern zu erklären,
warum man „packen“ mit „ck“ schreibt, aber „Paket“ nur mit „k“. In beiden
Fällen hört sich das „a“ bei natürlicher Aussprache eigentlich kurz an.
Die meisten Rechtschreibregeln sind also
sprachrhythmisch gesteuert, d.h. es gibt keine Rechtschreibung für das Wort
als Ganzes, sondern sie ist vom Betonungsmuster der einzelnen Silben
gesteuert.
Aufbauend auf dem bekannten Sprachförder- und
Therapieprogramm Kon-Lab von Dr. Zvi Penner liegt hier nun der Ansatz für
die Vermittlung von Rechtschreibregeln vor.
Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Regeln zur
Dehnung und Dopplung, die vielen Schülern auch am Ende der Grundschulzeit
oft noch hartnäckige Probleme bereiten.
Die Methode kann bereits bei Kindern ab der 1. Klasse
sowohl im Regelunterricht der Schule als auch in der Therapie und Zuhause
eingesetzt werden. Ebenso eignet sie sich jedoch als Fördermethode für
rechtschreibschwache Schüler in höheren Klassenstufen.
Die aktuelle Lage
Die Berliner GLAD-Längsschnittstudie hat gezeigt, dass
sprachauffällige deutsche Kinder oftmals ein Risiko für eine entstehende
Lese-Rechtschreibschwäche zeigen.
Darüber hinaus haben weitere Erhebungen in Grundschulen
ergeben, dass 25,8 % der deutschen Kinder und 70,6 % der Migrantenkindern am
Ende der 4. Klasse die Regeln zur Dehnung und Dopplung nicht beherrschen.
Zur Entstehung
Entstanden ist das hier verwendete Modell durch Dr. Zvi
Penner im Rahmen seiner Forschungsarbeit und Entwicklung des
Kon-Lab-Programms, in dessen Zusammenhang er sich intensiv mit dem
Sprachrhythmus als Grundlage des Spracherwerbs und der Wortbildung
auseinandersetzte. Der Weg vom Kon-Lab-Programm zur Entschlüsselung der
sprachrhythmischen Prinzipien der Rechtschreibung war kurz: Zvi Penner hat
ein Modell entwickelt, das mithilfe einfacher rhythmischer Regeln den
Kindern den Zugang zur Rechtschreibung ermöglicht. Die große Entdeckung
dabei ist ebenso wichtig und verblüffend: Die Orthographie besteht im Kern
aus einem einzigen sprachrhythmischen Prinzip, »Das Prinzip der drei Moras
oder Schläge«. Durch die Zusammenarbeit mit der Psychologin Sandra Lenz
konnte das Modell didaktisch für Schulkinder umgesetzt werden. Dabei wurden
speziell für die Arbeit im Unterricht Arbeitsmaterialien entwickelt.
Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das umfangreiche
Programm „Vom Sprachrhythmus zur Rechtschreibung“ entstanden.
Aufbau der Rechtschreibtherapie
Die Durchführung der Orthographiemethode umfasst 4
Phasen und kann bereits in der 1. Klasse ohne Buchstabenkenntnis begonnen
werden:
- Die Sprachrhythmischen Grundkompetenzen
umfassen die Bereiche: Rhythmus, Reime, das dreimoraische Prinzip,
lautgetreue Wörter und Wortlänge.
- Die Phase „Orthographie – Primäre Kernregeln“
beinhaltet rhythmische basierte Regeln zur Dehnung und Dopplung, die „h“
-Schreibung am Silbenanfang sowie die „ß“ -Schreibung.
- Die Phase „Orthographie – Sekundäre Kernregeln“
enthält ästhetische und morphologische Regeln zur Dehnung und Dopplung.
- Die letzte Phase „Merkwörter“
behandelt den Umgang mit einer kleinen Restgruppe von Wörtern, deren
Schreibung der Schüler tatsächlich auswendig lernen muss, z.B. homophone
Wörter wie „Wahl“ und „Wal“, oder Wörter mit einem Doppelvokal (z.B. „Boot“,
„Beet“).
Da die Methode »Vom Sprachrhythmus zur Rechtschreibung«
einen linguistischen Hintergrund hat, unterscheidet sich die
Herangehensweise sehr von herkömmlichen Rechtschreibmethoden. So wird
beispielsweise Wert darauf gelegt, dass betonte und unbetonte Silben auch
eine differenzierte Betrachtung erfahren, da die deutsche Rechtschreibung
dies ebenfalls berücksichtigt. Aus diesem Grund ist eine intensive Schulung
vor der Anwendung dieser Methode unerlässlich, um Fehlerquellen zu
minimieren.
Investition für Privatpersonen
Gerne vereinbaren wir ein kostenloses Informationsgespräch zur
Präsentation des Leistungsumfanges. In begründeten Einzel(!)fällen können die Kosten im
Rahmen der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche vom örtlichen
Jugendamt übernommen werden.
Investition für öffentliche und private Einrichtungen
Erstes Infogespräch und Präsentation des
Leistungsumfanges – kostenlos
Für Schulen, Kindergärten und Tagesstätten können
spezielle Rahmenverträge abgeschlossen werden.
Zudem besteht die Möglichkeit ein „Orthographie-Seminar
für Lehrkräfte“ zu buchen.